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11 Scenic Hikes in the Alps Every Backpacker Needs

•13 min read
Ein Backpacker blickt auf einen Wegweiser in den Schweizer Alpen, mit dramatischen Berggipfeln im Hintergrund.

11 Malerische Wanderungen in den Alpen, die jeder Backpacker braucht

Die Alpen haben ein Imageproblem. Jahrzehntelang haben glänzende Reisemagazine dieses gewaltige Gebirge als exklusiven Spielplatz für die Superreichen dargestellt. Wenn du Instagram blind vertraust, könnte man meinen, dass man hier zum Wandern ein Fünf-Sterne-Chalet, eine private Standseilbahn und einen Trust Fund braucht, nur um sich einen Teller Rösti leisten zu können.

Die Realität vor Ort sieht ganz anders aus.

Für Alleinreisende, digitale Nomaden und preisbewusste Backpacker bieten die Alpen eines der zugänglichsten, am besten vernetzten und atemberaubendsten Wegenetze der Welt. Du musst nicht 500 Dollar pro Nacht in einem luxuriösen Spa-Hotel ausgeben, um riesige Gletscher, zerklüftete Kalkgipfel und tief smaragdgrüne Täler zu erleben. Wenn du dich in gemeinschaftlich geführten Basecamps niederlässt – etwa in sozialen Treffpunkten wie in Liddes oder St. Stephan – kannst du erstklassige Trails in der Schweiz, in Italien und in Frankreich erreichen, ohne deine Ersparnisse zu verbrennen.

Dieser Guide stellt 11 der besten Wanderungen in den Alpen vor, speziell zugeschnitten auf Backpacker. Wir haben die überfüllten Touristenfallen umgangen und uns auf Wege konzentriert, die enorme Landschaftserlebnisse, authentische Berghütten-Kultur und die Möglichkeit bieten, mit einer internationalen Community gleichgesinnter Wanderer in Kontakt zu kommen.

Warum grenzüberschreitendes Reisen in den Alpen das Geheimnis der Backpacker ist

Die meisten Reisenden machen den Fehler, ihren Trip auf einen einzigen berühmten Ort zu beschränken – etwa Zermatt oder Grindelwald – und den Premiumpreis zu zahlen, der mit dieser Exklusivität einhergeht.

Schlaue Backpacker wählen einen regionalen Ansatz. Wenn du in strategischen Tälern wie dem Val de Bagnes oder der Region St. Stephan übernachtest, befindest du dich an der Schnittstelle dreier unterschiedlicher Alpenkulturen. Innerhalb einer einzigen Autostunde kannst du zum Abendessen ein deftiges Schweizer Raclette essen, am nächsten Morgen über die Grenze für einen Espresso ins italienische Aostatal fahren und das Wochenende damit beenden, auf die französische Seite des Mont Blanc zu blicken.

Karte, die die grenzüberschreitenden Alpenregionen der Schweiz, Italiens und Frankreichs zeigt.


Diese grenzüberschreitende Strategie bedeutet nicht nur, Passstempel zu sammeln; sie ist auch ein entscheidender Budget-Tipp. Sie ermöglicht es dir, die erstklassige Infrastruktur des Schweizer Verkehrssystems zu nutzen und gleichzeitig von günstigeren Lebensmitteln und abwechslungsreichen Landschaften in den Nachbarländern Italien und Frankreich zu profitieren.

Hier sind die 11 malerischen Wanderungen, die diese Region zu einem weltweit einzigartigen Ziel für Backpacker machen.

Die Schweizer Klassiker: Große Gipfel, tiefe Täler

Die Schweiz ist das Herz des alpinen Wanderns. Die Wege hier sind sorgfältig gepflegt, mit den ikonischen gelben Wegweisern markiert und gespickt mit Berghütten (cabanes), die auf großen Höhen warme Mahlzeiten servieren.

1. Cabane du Vélan (Liddes)

Wenn du authentische Schweizer Alpinkultur erleben willst, ohne mit Tausenden von Tagesausflüglern zu konkurrieren, beginne im ruhigen, rauen Gelände von Liddes.

  • Ort: Liddes, Wallis (Schweiz)
  • Distanz: 9,5 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenmeter: ~900 m
  • Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
  • Benötigte Zeit: 4,5 - 5 Stunden

Das Erlebnis:
Vom Weiler Bourg-St-Pierre nahe Liddes aus schlängelt sich dieser Weg durch ein tiefes, ursprüngliches Alpental, bevor er in eine steile, steinige Moräne anzieht. Die Belohnung an der Spitze ist die Cabane du Vélan, eine markante, futuristisch wirkende Berghütte auf 2.642 Metern. Anders als die überlaufenen Trails in der Nähe von Zermatt fühlt sich die Wanderung zur Vélan wild und abgeschieden an. Wahrscheinlich teilst du den Weg nur mit ein paar einheimischen Bergsteigern und Murmeltieren, die aus den Geröllfeldern pfeifen.

Backpacker-Tipp:
Die Hütte serviert eine unglaubliche hausgemachte Suppe und Tarte. Es ist der perfekte Ort, um an einem Gemeinschaftstisch andere internationale Wanderer kennenzulernen. Da dieser Trail etwas abseits der Haupttouristenrouten liegt, sind die Preise in der Hütte in der Regel vernünftiger als auf der Haute Route.

2. Lac de Mauvoisin zur Cabane de Chanrion

Tief im Val de Bagnes verbindet diese Wanderung monumentale Ingenieurskunst mit unberührter Wildnis.

  • Ort: Val de Bagnes, Wallis (Schweiz)
  • Distanz: 14 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenmeter: ~550 m
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Benötigte Zeit: 5 - 6 Stunden

Das Erlebnis:
Der Ausgangspunkt beginnt am Mauvoisin-Staudamm – dem höchsten Bogenstaudamm Europas. Du gehst tatsächlich durch in den Berg gehauene Tunnel entlang des gewaltigen künstlichen Sees. Sobald du den See hinter dir lässt, öffnet sich das Tal zu einer riesigen, welligen Alpweide, umgeben von Gletschern. Das Gelände wirkt hier gewaltig und demütigend. Die Cabane de Chanrion liegt am fernen Ende dieses Tals und dient als Knotenpunkt für mehrtägige Trekker, die aus Italien und Chamonix kommen.

Backpacker-Tipp:
Das ist eine fantastische Einstiegswanderung für alle, die neu in den Alpen sind. Der Höhengewinn ist über die lange Distanz sanft, was die Knie weniger belastet. Wenn du lernen willst, wie man Hüttentouren in der Schweiz plant, ist Chanrion eine ausgezeichnete erste Übernachtung.

3. Die Gastlosen-Runde (Grenze Freiburg/Bern)

Oft als die „Schweizer Dolomiten“ bezeichnet, bietet dieses schroffe Kalkmassiv eine völlig andere Ästhetik als die schneebedeckten Giganten des Wallis.

  • Ort: Nähe Jaun / Region St. Stephan
  • Distanz: 11 km (Rundweg)
  • Höhenmeter: ~800 m
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Benötigte Zeit: 4 Stunden

Das Erlebnis:
Mit einer kurzen Anreise aus der Gegend von St. Stephan erreichbar, sind die Gastlosen eine spektakuläre Wand aus steilen Kalknadeln, die aus grünen, sanften Weiden aufragen. Der Rundweg führt dich direkt an den Fuß dieser senkrechten Wände, durch dichte Kiefernwälder und über Alpenwiesen. Auf halber Strecke bietet das Chalet du Soldat einen perfekten Rastplatz direkt unter den imposantesten Gipfeln.

Backpacker-Tipp:
Da dies eine Wanderung in niedrigerer Höhe ist (maximal etwa 1.900 m), schneefrei sie deutlich früher im Jahr als die Gletscherwege. Sie ist ein ideales Ziel für Ende Mai oder Anfang Juni, wenn höhere Pässe noch unpassierbar sind.

4. Tour des Combins – Liddes zur Cabane de Mille

Die Tour des Combins (TDC) ist eine mehrtägige Trekkingtour, die das Grand-Combin-Massiv umrundet, doch Backpacker mit wenig Zeit können ihre landschaftlich schönsten Abschnitte als Tagestouren gehen.

  • Ort: Liddes, Wallis (Schweiz)
  • Distanz: 12 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenmeter: ~1.100 m
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll
  • Benötigte Zeit: 5,5 - 6,5 Stunden

Das Erlebnis:
Beim Aufstieg aus dem Tal von Liddes ist dieser Abschnitt der TDC ein anstrengender, aber enorm lohnender Anstieg. Du steigst durch duftende Lärchenwälder auf, bevor du die Baumgrenze erreichst und in offene, weitläufige Weiden gelangst. Am Gipfel liegt die Cabane de Mille und bietet ein makelloses 360-Grad-Panorama. An klaren Tagen kannst du im Westen das Mont-Blanc-Massiv und im Osten das Matterhorn sehen.

Backpacker-Tipp:
Das ist eine großartige Alternative für Wanderer, die die Größe einer Mehrtagestour wollen, ohne den logistischen Aufwand, sechs verschiedene Hütten zu buchen. Wenn du dich über 7 Tipps für Wanderungen in der Schweiz (ohne hohe Kosten) informieren willst, ist die Nutzung von Tagestour-Abschnitten berühmter Fernwanderwege Tipp Nummer eins.

Grenzüberschreitende Ausflüge: Italien und Frankreich

Einer der größten Vorteile eines Schweizer Basecamps wie des Ski Hostel ist die Möglichkeit, problemlos internationale Grenzen zu überqueren. Hier zahlt sich die regionale Strategie aus.

5. Col de Fenêtre (Schweiz nach Italien)

Gehe über eine internationale Grenze auf demselben Höhenpass, den schon die Römer und Napoleons Armee nutzten.

  • Ort: Großer St.-Bernhard-Pass (Schweizer/Italienische Grenze)
  • Distanz: 8 km (Rundweg)
  • Höhenmeter: ~400 m
  • Schwierigkeit: Leicht bis mittel
  • Benötigte Zeit: 3 - 4 Stunden

Das Erlebnis:
Der Weg beginnt in der Nähe des berühmten Hospizes auf dem Großen St. Bernhard (Heimat der Rettungshunde) und führt dich an drei makellosen Alpenseen vorbei (Lacs de Fenêtre), die die italienischen Gipfel spiegeln. Der eigentliche Pass Col de Fenêtre markiert die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Vom Grat aus blickst du hinunter ins italienische Aostatal. Das Gelände ist felsig, karg und eindrucksvoll.

Backpacker-Tipp:
Da der Ausgangspunkt auf fast 2.400 Metern liegt, bekommst du Hochgebirgsausblicke mit minimalem Kletteraufwand. Das ist eine ideale Wanderung für einen „Ruhetag“. Außerdem verwandelt sich diese Region im Winter wunderschön; vielleicht möchtest du sogar zurückkehren und über Skifahren in den italienischen Alpen für einen Aosta-Tagesausflug lesen.

Diagramm, das Schwierigkeit und Besucheraufkommen alpiner Wanderungen vergleicht.

6. Nationalpark Gran Paradiso: Rifugio Vittorio Sella

Tausche Schweizer Präzision gegen italienische Wildnis und erstklassige Tierbeobachtungen im Aostatal.

  • Ort: Cogne, Aostatal (Italien)
  • Distanz: 11 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenmeter: ~900 m
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Benötigte Zeit: 4,5 Stunden

Das Erlebnis:
Ein schneller Grenzübertritt aus dem Wallis bringt dich nach Cogne. Der Weg hinauf zum Rifugio Vittorio Sella war ursprünglich ein Jagdweg für italienische Könige. Heute ist der Gran Paradiso Italiens ältester Nationalpark, streng geschützt und voller Alpensteinböcke (Stambecco). Der Weg ist meisterhaft angelegt, schlängelt sich in engen Serpentinen neben einem donnernden Wasserfall einen steilen Canyon hinauf und wird dann flacher, wenn er in ein riesiges Gletscherbecken mündet.

Backpacker-Tipp:
Essen in italienischen Rifugios ist deutlich günstiger als in Schweizer Cabanes. Plane, oben zu Mittag zu essen. Ein riesiger Teller Polenta mit Wildschweineintopf und ein doppelter Espresso kosten nur einen Bruchteil dessen, was du jenseits der Grenze zahlen würdest.

7. Lac Blanc (Chamonix, Frankreich)

Der definitive Blick auf das Mont-Blanc-Massiv, erreichbar über einen kurzen Tagesausflug von der Schweizer Grenze aus.

  • Ort: Chamonix-Mont-Blanc (Frankreich)
  • Distanz: 8 km (Hin- und Rückweg ab der Seilbahn La Flégère)
  • Höhenmeter: ~500 m
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Benötigte Zeit: 3,5 Stunden

Das Erlebnis:
Der Lac Blanc ist wohl die bekannteste Tageswanderung in den französischen Alpen. Im Naturschutzgebiet Aiguilles Rouges gelegen, zwingt dich der Weg den ganzen Aufstieg über dazu, direkt auf die Gletscher zu starren, die vom Mont Blanc herabstürzen. Der See selbst hält oft bis weit in den Juli hinein Eis und bietet eine Spiegelung des höchsten Gipfels Westeuropas.

Backpacker-Tipp:
Wegen seiner Berühmtheit ist der Lac Blanc unglaublich überlaufen. Um die Engstellen zu vermeiden, starte früh oder gehe spät am Nachmittag. Für mehr Strategien, wie du dich in dieser viel besuchten Gegend zurechtfindest, schau dir unseren Guide Mont Blanc: 7 Wege, ihn ohne Menschenmassen zu besuchen an.

Versteckte Perlen & Favoriten für Backpacker

Diese Wege sind das Brot-und-Butter-Geschäft des erfahrenen digitalen Nomaden und Langzeit-Backpackers – hohe Belohnung, weniger Andrang und großartige Gemeinschaftsatmosphäre.

8. Val d’Arpette (Champex-Lac nach Trient)

Eine raue, anspruchsvolle Variante des Tour du Mont Blanc (TMB), die Gelegenheitswanderer aussortiert.

  • Ort: Champex-Lac (Schweiz)
  • Distanz: 14 km (von Punkt zu Punkt)
  • Höhenmeter: ~1.190 m
  • Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll
  • Benötigte Zeit: 7 - 8 Stunden

Das Erlebnis:
Statt die einfachere Bovine-Route auf dem TMB zu nehmen, steigt dieser Weg direkt ins Val d’Arpette zum Pass Fenêtre d’Arpette (2.665 m) hinauf. Es ist ein steiler Aufstieg über Geröllfelder, der Orientierungsvermögen erfordert. Die Belohnung ist ein roher, ungehinderter Blick auf den Trient-Gletscher, den du beim Abstieg fast berühren kannst.

Backpacker-Tipp:
Diese Wanderung ist körperlich fordernd und erfordert stabiles Wetter. Versuche sie nicht bei Regen, da die Geröllfelder gefährlich rutschig werden. Für Alternativen in der Gegend, schau dir die 5 besten Wanderwege in der Schweiz nahe dem Mont Blanc an.

9. Gletscherweg der Plaine Morte

Eine surreale, mondähnliche Landschaft hoch über dem Rhonetal.

  • Ort: Nähe Crans-Montana / St. Stephan
  • Distanz: Variabel (Seilbahn erforderlich)
  • Höhenmeter: Minimal auf dem Plateau
  • Schwierigkeit: Leicht (einmal in der Höhe)
  • Benötigte Zeit: 2 - 3 Stunden auf dem Eis

Das Erlebnis:
Mit der Seilbahn auf 3.000 Meter hinauf geht es hinaus auf den Gletscher Plaine Morte („Tote Ebene“). Es ist eine riesige, flache Fläche aus Eis und Fels, die eher an die Antarktis erinnert als an die typischen grünen Schweizer Alpen. Das Gehen auf einem markierten Weg über den Gletscher ist eine demütigende Erfahrung, die den fragilen Zustand des alpinen Eises deutlich macht.

Backpacker-Tipp:
Selbst im August kann der Wind auf 3.000 Metern eisig sein. Die richtige Bekleidung in Schichten ist nicht verhandelbar. Lies unseren 5-Schritte-Packguide für den Schweizer Alpen-Sommer, damit du vor dem Aufstieg die richtige winddichte Shell und Mikrospikes dabei hast.

10. Der Fünf-Seen-Weg (Zermatt)

Ja, Zermatt ist teuer, aber diese spezielle Wanderung ist zu spektakulär, um sie auszulassen – und es gibt Möglichkeiten, sie günstig zu machen.

  • Ort: Zermatt, Wallis (Schweiz)
  • Distanz: 9,8 km (Rundweg)
  • Höhenmeter: ~241 m (meist bergab, wenn du mit der Standseilbahn hinauffährst)
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Benötigte Zeit: 3 - 4 Stunden

Das Erlebnis:
Der Seenweg (Fünf-Seen-Weg) führt vorbei an Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee. Drei dieser Seen bieten perfekt klare Spiegelungen des Matterhorns. Der Weg schlängelt sich durch uralte Schweizer Arvenwälder und Alpenwiesen voller Edelweiß.

Backpacker-Tipp:
Zermatts Restaurants sprengen jedes Backpacker-Budget. Kauf deine Lebensmittel vorher im Coop in Visp, bevor du mit dem Zug das Tal hinauffährst. Pack ein großes Mittagessen ein, wandere die Runde und nimm den Zug bis zum Abendessen zurück in ein günstigeres Basecamp.

11. Oeschinensee Panoramaweg

Ein UNESCO-Welterbe mit dem, was viele für den schönsten See der Alpen halten.

  • Ort: Kandersteg (Berner Oberland)
  • Distanz: 8,5 km (Rundweg oberhalb des Sees)
  • Höhenmeter: ~450 m
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Benötigte Zeit: 3,5 Stunden

Das Erlebnis:
Der Oeschinensee ist ein riesiger, von Gletschern gespeister See mit unglaublich blauem Wasser, der auf drei Seiten von steilen, 3.000 Meter hohen Felswänden umgeben ist. Während das Ufer von Touristen überlaufen ist, steigt der hohe Panoramaweg Hunderte Meter über dem Wasser an und bietet tief hinabreichende Ausblicke sowie eine friedliche, luftige Querung unterhalb des imposanten Blüemlisalp-Massivs.

Backpacker-Tipp:
Lass die überteuerte Gondel aus und gehe von Kandersteg aus zu Fuß hinauf (das dauert etwa 1,5 Stunden länger und bringt 400 Höhenmeter mehr). Das spart Geld und ist ein tolles Aufwärmprogramm.

Die Alpenstrategie für Backpacker: Basecamps statt Hotels

Der häufigste Fehler, den Wanderer in den Alpen machen, ist, jede Nacht ein neues Hotel zu buchen und einen 15-kg-Rucksack über Bergpässe zu tragen. Das ist nicht nur anstrengend, sondern auch der schnellste Weg, dein Konto zu leeren.

Die moderne Backpacker-Strategie setzt auf ein zentrales, bezahlbares Basecamp.

MerkmalTraditionelles LuxushotelSoziale Berghütte / Hostel
Preis pro Nacht150 - 400+ $40 - 80 $ (oft mit Mahlzeiten)
AtmosphäreRuhig, abgeschieden, formellGemeinsame Abendessen, geteilte Routenpläne
LogistikSelbst organisierenGastgeber organisieren Fahrgemeinschaften zu den Trailheads
ZielgruppePaare, LuxustouristenAlleinreisende, digitale Nomaden, Backpacker

Wenn du an Orten übernachtest, die für gemeinschaftliches Leben gemacht sind, sparst du nicht nur Geld – du greifst auf ein lokales Netzwerk von Trail-Infos zu. Du kannst Spritkosten für einen Tagesausflug nach Aosta teilen, die Kosten für einen Guide für eine Gletscherquerung aufteilen oder Begleiter für eine einschüchternde Wanderung finden. Wenn du über deine Unterkunftsart nachdenkst, lies mehr darüber, warum soziale Lodges Luxushotels in den Schweizer Bergen schlagen.

Außerdem sind diese zentralen Täler ganzjährig relevante Knotenpunkte. Dieselben Regionen, die im Winter günstigen Zugang zum Skifahren bieten, werden im Sommer zu erstklassigem Wanderterrain. (Neugierig auf die Winterseite? Sieh dir an, welches Schweizer Skigebiet zum Backpacker-Budget passt).

Diagramm, das das 3-Lagen-Bekleidungssystem für Wanderungen in den Alpen zeigt.

Deine soziale Gruppe in den Bergen finden

Alleine zu wandern ist wunderbar für die Selbstreflexion, aber hochalpines Gelände zu durchqueren ist objektiv sicherer – und oft auch mehr Spaß – in einer Gruppe.

Wenn du ein Alleinreisender oder digitaler Nomade bist und schnell eine Community aufbauen möchtest, schaffen Basecamps wie das Ski Hostel diese Verbindungen ganz organisch durch Familienessen und Wochenendausflüge. Du musst keinen privaten Bergführer für 600 Dollar pro Tag buchen, um dich auf den Wegen sicher zu fühlen.

Stattdessen solltest du dich auf die Hütten-Community einlassen. Frag beim Frühstück herum. Schau dir geführte Wanderungen in der Schweiz an, um deine soziale Gruppe zu finden. Und wenn du lieber zwei Räder als zwei Wanderschuhe nutzt, gibt es in denselben Tälern riesige Singletrack-Netzwerke. Du kannst ganz einfach die richtige Mountainbike-Gruppe für alpine Trails finden, indem du einfach mit der Person im Bett neben dir redest.

Finale Checkliste vor deiner Wanderung

Bevor du die Schuhe schnürst und dich auf den Weg zur Cabane du Vélan machst oder nach Italien hinüberwechselst, behalte diese drei nicht verhandelbaren Alpenregeln im Kopf:

  1. Früh starten: Alpennachmittagsgewitter ziehen im Sommer typischerweise zwischen 14:00 und 16:00 Uhr auf. Versuche, hohe Grate bis zum frühen Nachmittag zu verlassen.
  2. Die Schichten respektieren: Ein sonniger 25-°C-Tag im Tal kann an der Berghütte leicht zu einem windigen 5-°C-Tag werden. Wandere niemals ohne winddichte Außenschicht und eine isolierende Midlayer.
  3. Bargeld mitnehmen: Auch wenn die Schweiz stark digitalisiert ist, sind abgelegene Berghütten (besonders in Italien und Frankreich) für ihre berühmten hausgemachten Kuchen und Kaffees oft auf Bargeld (Franken oder Euro) angewiesen.

Die Alpen müssen kein exklusiver, unerschwinglicher Traum sein. Wenn du das richtige Basecamp wählst, strategisch Grenzen überschreitest und dich mit der Backpacker-Community vernetzt, kannst du die absolut besten Berge Europas erwandern, ohne dein Budget zu sprengen. Wir sehen uns auf dem Trail.